Kartonbecher für Coffee to go

Der Boom, mit einem Coffee to go den Tag zu beginnen, hält unvermindert an. Dennoch mehren sich die Bedenken bezüglich des „Mülls“, den dieser hohe Konsum von Bechern als Nebeneffekt hat. So gibt es neben der Variante Kartonbecher auch immer häufiger die Variante Porzellanbecher – die man bitte zurück bringen möge. Die Mensen mit ihren Massen bildungs- und coffee to go durstiger Studenten machen es vor.

In vielen Mensen ist man dazu übergegangen, Kartonbecher, die schnell die umgebenden Papierkörbe verstopfen, durch die Ausgabe von Porzellanbechern zu ersetzen. Hier gilt sogar ausnahmsweise das Prinzip „Vertrauen“, denn es wird kein Pfand erhoben. Das scheint auch zu klappen, denn statt voller Papierkörbe, die Kartonbecher als Insassen beherbergen, sieht man nun Becher aus Porzellan auf Spinden im Vorraum der Bibliothek, im Fachschaftsratsraum, in den Hörsälen.

Kartonbecher adé?

Die geplagten Putzfrauen dürfen jeden Abend Massen dieser mehr oder weniger weißen Becher an die Mensa karren. Dies wird teilweise aber auch von den Mensamitarbeitern selbst übernommen. Kartonbecher sind hier also passé. Die Mensen als Orte der geistigen Erneuerung bzw. als Teil der Alma Mater gehen hier mit gutem Beispiel voran. Dennoch trifft solch ein Handling auf natürliche Grenzen und lässt sich nicht auf jeden Bereich übertragen. Den Coffee to go, den ein Tourist zur Stärkung zu sich nimmt, wird er weiter im Kartonbecher erhalten, denn, wer weiß, wo das gute Porzellan landen würde?

Strukturen bestimmen über das Material

Innerhalb einer Institution, wie Mensa oder Kantine, gilt eher das Prinzip „Familie“. Coffee to go aus einem Kartonbecher? Nein, da ist sich die Familie einig. Es soll etwas Reelles her! Wie sich der Konsum weiter entwickelt, wird sich zeigen, aber wer sich einmal an schnelle Genüsse gewöhnt hat, wird davon nicht wieder abweichen. Aber das Thema, woraus trinkt man das heiße Gebräu, wird sicher bleiben, Kartonbecher vs. Porzellan?