Glühweinbecher

Jetzt beginnt langsam wieder die Jahreszeit der Glühweinbecher, wenn auch die Weihnachtsmärkte noch nicht geöffnet haben. Dabei ist der Begriff Glühweinbecher in den meisten Fällen gar nicht mehr korrekt. Denn die meisten weihnachtlichen Marktplätze haben bereits seit vielen Jahren nur noch Glühweintassen aus Keramik im Einsatz.

Diese bedruckten Tassen werden als Mehrwegbecher verwendet, indem ein Pfand auf die Glühwein Tasse erhoben wird, welches der Kunde nach Rückgabe wieder erstattet bekommt. Bis Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden noch Einwegbecher aus Plastik oder geschäumten Material eingesetzt. Diese Einweg Glühweinbecher findet man heute in Deutschland so gut wie nicht mehr.

Aus dem Glühweinbecher wurde die Glühweintasse

Der Hauptgrund für die Umstellung von Einwegbechern auf die bepfandeten Glühweintassen waren die enormen Mengen an Müll, welche auf den Weihnachtsmärkten entstanden. Vor allem an Wochenenden waren die kommunalen Straßenreinigungen oftmals nicht mehr in der Lage der Müllberge Herr zu werden. Ein heißer Glühwein schmeckt zudem aus einer Glühweintasse besser, als aus einem Plastikbecher .

Glühweintassen lassen sich sehr ansprechend bedrucken und aus diesem Grund, werden die Tassen aus Keramik oftmals nicht zurückgegeben, sondern als Andenken mit nach hause genommen. Das ist für die Betreiber der Glühweinstände ein sehr lohnendes Geschäft.

Bedruckte Tassen für Glühwein sind eine zusätzliche Einnahmequelle

Jede Glühweintasse, welche nicht zurückgegeben wird, stellt einen zusätzlichen Profit für den Verkäufer dar. Der Gewinn entsteht zu einen dadurch, dass diese Keramik Tassen nicht mehr gereinigt, gelagert und transportiert werden müssen. Und zum anderen durch die Differenz des Pfandes zum Einkaufspreis der Glühwein Tassen.

Diese Strategie ist clever, denn neben der Zusatzgewinne macht der Kunde auch noch kostenlose Werbung für den jeweiligen Weihnachtsmarkt. Bisher sind zwar nur der Ort des Marktes aufgedruckt, aber es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Werbung auf Tassen von Firmen entdeckt und genutzt wird.