Biologisch abbaubare Verpackungen

Großereignisse werfen bekanntlich nicht nur ihre Schatten voraus, sondern sind oftmals auch die Möglichkeit neue und vor allem innovative Produkte vorzustellen. Ein Problem, was alle großen Veranstaltungen gemeinsam haben, ist das des Mülls und seiner Vermeidung beziehungsweise Verwertung.

Die gerade in London zu Ende gegangenen Olympischen Sommerspiele waren so ein Event, an dem neue Verpackungskonzepte erstmalig zum Einsatz kamen. Die Vorgabe der Veranstalter war, ausschließlich biologisch abbaubare Verpackungen für die Verpflegung der Millionen Zuschauer einzusetzen. Bei ca. 14 Millionen benötigten Einwegverpackungen ist das ein wichtiger Beitrag zur Schonung der Umwelt.

Bemerkenswert ist auch, dass zwei langjährige Sponsoren aus der Fast Food Branche bei den Spielen in London diesmal nicht zugelassen wurden. Das hängt zum einen damit zusammen, dass Fast Food und gesunde Ernährung gemäß landläufiger Meinung ein Widerspruch an sich sind und zum anderen, dass gerade im Fast Food Bereich sehr viele Einwegverpackungen eingesetzt werden.

Auf dem Olympia Park wurde eigens ein Biomasse Konverter gebaut, welcher die Hackschnitzel aus den Einwegverpackungen in Energie umwandelt. Vor Beginn der Olympischen Sommerspiele 2012 in London wurde der Olympiapark einer eingehenden Inspektion unterzogen und von Unrat jeglicher Art befreit. Schließlich sollten diese Spiele als die grünsten Spiele aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Der Umweltgedanke hat zumindest schon einmal eine Goldmedaille verdient.

Bio Becher

Unter Bio Becher kann man sich so ziemlich alles vorstellen, angefangen von einem Becher mit einem darin befindlichen Bio Produkt über einen biologisch abbaubaren Einwegbecher bis hin zu einem Produkt bei dem sowohl der Inhalt, als auch der Becher unter Berücksichtigung der aktuellen technischen Möglichkeiten so umweltschonend wie möglich hergestellt wird. Der Trend hin zu Bio Produkten ist seit Jahren ungebrochen und auch die Hersteller von Einwegbechern haben in der Zwischenzeit Bio Becher als Einwegartikel im Sortiment. Doch wie bei den Bioprodukten ist auch beim Bio Becher nicht überall auch Bio drin, wo Bio drauf steht.

Was ist ein Bio Becher überhaupt?

Das ist eine sehr interessante Frage und gar nicht so leicht zu beantworten. Man muss unterscheiden, wie der nationale Gesetzgeber einen Bio Becher definiert und was der Verbraucher unter einem Bio Becher versteht. Und genau da, Sie ahnen es wahrscheinlich schon, gehen die Meinungen weit auseinander. Ich will mich in diesem Beitrag auf den Verbraucher beschränken, da das rechtliche Thema sehr umfangreich und kompliziert ist und in einem späteren Beitrag im Detail behandelt wird. Befragt man Kunden in einem Supermarkt bei ihrem Einkauf, was diese unter einem Bio Becher verstehen, erhält man erstaunliche Antworten.

Gutes Gewissen durch Bio Becher

Die allermeisten Verbraucher bringen mit einem Bio Becher vornehmlich dessen Inhalt in Verbindung und nicht den Becher, was auch verständlich ist, schließlich kaufen die Kunden ein Produkt wegen dessen Qualitäts- und/oder Geschmacksversprechen und nicht wegen der Verpackung. Aus diesem Grund gehen die Verpackungshersteller dazu über auf Bio Bechern hinzuweisen, dass dieser biologisch abbaubar und damit gut für die Umwelt ist. Selbstverständlich kostet ein solches Bioprodukt auch wesentlich mehr, als ein konventionell hergestelltes und verpacktes Produkt. Nur die wenigsten Verbraucher hinterfragen, was denn genau an einem Bio Becher so besonderes ist und wie dieser entsorgt wird.